<![CDATA[Familienberatung Nina Schmidt - Blog]]>Fri, 01 Mar 2024 18:02:09 +0100Weebly<![CDATA[Hochsensible Kinder und Trennungsängste]]>Wed, 07 Feb 2024 07:10:53 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/hochsensible-kinder-und-trennungsangsteTrennungsängste und Hochsensibilität. Bei vielen hochsensiblen Kindern sind Trennungsängste ein großes Thema, dass nicht nur ihren Alltag, sondern auch den ihrer Familie belastet.
Warum Trennungsängste eine so große Rolle spielen können, ist das heutige Thema hier im Blog.
Hochsensible Menschen haben seit jeher eine wichtige Rolle im Familienleben/ im sozialem Miteinander. Aufgrund ihrer feinen Sinneswahrnehmung nehmen leise, bzw. feine Sinneseindrücke viel schneller wahr und reagieren darauf. Mitunter indem sie Alarm auslösen und ihr Umfeld warnen. Die Aufgabe der Hochsensiblen ist somit die Wächter- bzw. Warnfunktion. Nicht die, die Gefahr zu bekämpfen oder die Flucht zu organisieren. Und dies ist schon der erste Punkt, der zu den Trennungsängsten führen kann: Hochsensiblen Kindern fehlt einfach das Gefühl der Sicherheit durch ihr gewohntes Umfeld und den ihnen vertrauten Menschen. Das es in einem fremden Umfeld und mit fremden Menschen auch sicher ist, muss erstmal gut "gecheckt" und verinnerlicht werden. Solange diese Sicherheit nicht verinnerlicht ist, versuchen betroffene Kinder Trennungen zu vermeiden.
Der zweite mögliche Aspekt ist die starke Verbundenheit, die die Kinder mit anderen Menschen zeigen. Durch diese Verbundenheit fällt es ihnen schwer sich von ihren nahen Bezugspersonen zu lösen, da sie diese intensive Bindung als Ort der Sicherheit empfinden, die ihnen sonst fehlt.
Und die dritte Möglichkeit, die als Grund für die Trennungsängste in Frage kommt, ist die emotionale Hochsensibilität: Das starke Einfühlungsvermögen, dass nicht nur andere Menschen oder Tiere betreffen kann, sondern auch die Energie von Häusern und Orten. Hochsensible Kinder haben da manchmal den sprichwörtlich siebten Sinn und spüren, wenn in den Häusern oder an den Orten unschöne Dinge passiert sind. Sich dann an einem solchen Ort sicher zu fühlen, ist einfach unmöglich. Vor allem, wenn die Eltern oder andere nahe Bezugspersonen nicht dabei sind. Aber die Angst, gerade bei älteren hochsensiblen Kindern, wächst mitunter ständig, dass sie einen solchen Ort besuchen müssen und sich nicht auf die Sicherheit vertrauter Menschen verlassen können.
Der Bereich der Intuition und des "siebten Sinnes" wird leider in der aktuellen Gesellschaft unterschätzt und Menschen, die solche Dinge erlebt haben, trauen sich häufig nicht darüber zu reden, aus Angst belächelt zu werden.]]>
<![CDATA[Auszeiten bei Kindern mit starken Emotionen gestalten:]]>Tue, 30 Jan 2024 09:46:08 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/auszeiten-bei-kindern-mit-starken-emotionen-gestaltenDie Sache mit den Auszeiten mit der "stillen Treppe" oder dem "stillen Stuhl"....
Hilflosigkeit, das Gefühl nicht mehr weiter zu wissen, wie man ein Kind mit starken Gefühlen begleiten kann, führt häufig zu dem Einsatz von Auszeiten.
Generell spricht nichts dagegen dem Kind eine Auszeit zu ermöglichen, denn das Verhalten des Kindes hat einen wichtigen Grund. Häufig sind die Kinder überstimuliert, sind überfordert oder leiden unter Angst und Frust, wenn die Emotionen hochkommen. Aufgrund ihres Alters sind sie meist nicht in der Lage zu ergründen, warum sie wie ein brodelnder Vulkan explodieren.
Auszeiten mit dem Hinweis:" Ich sehe gerade, dass es dir nicht gut geht. Komm, wir gehen raus und überlegen gemeinsam, was wir tun können", hilft den Kindern weiter und kann helfen, dass sie beim nächsten Mal anders reagieren.
Auszeiten, wie der "stille Stuhl" sorgen dafür, dass zu dem unerfüllten Bedürfnis noch Scham, das Gefühl der Ausgrenzung und Frust dazu kommen. Keine gute Ausgangssituation für eine gute Bindung und vertrauensvolle Beziehung zum Kind.
​ Auszeiten dürfen sein, begleitet und effektiv, aber nicht ausgrenzend.
]]>
<![CDATA[Wenn der Wunsch nach Pausen übergangen wird: Die Grenzen der Kinder- teil 2]]>Mon, 15 Jan 2024 15:45:29 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/wenn-der-wunsch-nach-pausen-ubergangen-wird-die-grenzen-der-kinder-teil-2Die Grenzen der Kinder- Teil 2:
"Nur noch mal eben schnell..." Nach der Kita in den Supermarkt, nach dem Klavierunterricht das Zimmer aufräumen, nach einem langen Tag in Ruhe Zähne putzen...
"Nur noch mal eben schnell...!" Wie oft Kinder diesen Satz am Tag wohl hören? Die Einen öfter, die Anderen weniger oft. Kinder kooperieren den ganzen Tag: Wenn sie morgens aus dem Bett huschen und sich schnell fertig machen, damit die Eltern pünktlich zur Arbeit kommen, in der Kita, wenn sie im Sitzkreis still sitzen, obwohl sie sich eigentlich bewegen wollen. Der Alltag der Kinder wird meist fremdbestimmt. Durch die Alltagsstruktur, die die Eltern, die Kita, die Schule usw. vorgeben. Freiraum zur Selbstbestimmung oder für ein "das mache ich später" ist oft nicht gegeben. Die Kinder wollen den Erwachsenen gefallen und gehen häufig über ihre Grenzen hinaus, wenn es um das Thema Kooperation geht. Irgendwann reicht es den Kindern und das Maß ist voll. Die Kinder werden wütend, verweigern sich oder fangen an zu weinen. Sie sind einfach zu erschöpft davon, kooperieren und sich anpassen zu müssen. Die Kraftreserven sind leer und das Kind äußert es deutlich.
Ich möchte Sie / Dich diese Woche mal einladen hinzuschauen: Wann kooperiert Dein / Ihr Kind und woran merkst Du / merken Sie, dass seine Laune kippt? Und wie sieht der Alltag als Erwachsener aus? Gibt es ausreichend Pausen oder überwiegt das: " Nur noch mal eben schnell...!"]]>
<![CDATA[Kinder haben Grenzen....]]>Tue, 02 Jan 2024 11:21:56 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/kinder-haben-grenzenIm Alltag erlebe ich häufig, dass die Grenzen von Kindern mit oder ohne Absicht von Erwachsenen nicht gewahrt werden. Oft fängt es schon im Säuglingsalter an: Ein Baby liegt im Kinderwagen und wird von seinen Eltern spazieren gefahren. Plötzlich stoppt der Wagen und ein fremdes Gesicht steckt seinen Kopf in den Kinderwagen. Das Kind im Wagen ist dieser Grenzverletzung hilflos ausgeliefert. Vielleicht beginnt es zu weinen, um so darauf aufmerksam zu machen, dass ein anderer Mensch in seinen Raum eingedrungen ist und sein individueller Bereich nicht geschützt wurde. Im Laufe eines Kinderlebens bleibt es häufig nicht bei einer Grenzverletzung. Die Liste ist häufig lang: Der Kuss eines/einer  Verwandten, den das Kind nicht geben oder empfangen wollte. Das Hochheben und Wegtragen, weil es gerade so praktisch ist, obwohl das Kind seine Position aus einem für ihn wichtigen Grund nicht verändern wollte. Das "noch ein bisschen durchhalten", weil es gerade nicht anders in den Alltag passt. 
Kinder sind auf die Unterstützung der Erwachsenen in ihrem Umfeld angewiesen, damit ihre Grenzen gewahrt werden. Dadurch kann es zu Konflikten kommen, gerade dann, wenn das Bedürfnis des Kindes nicht mit dem Bedürfnis eines anderen Menschen übereinstimmt und dieser Ent-täuscht sein könnte. Diese Ent- täuschung liegt aber nicht an dem Kind oder seinen Eltern, wenn diese die Grenzen wahren, sondern an demjenigen, dessen Wunsch oder wessen Bedürfnis in diesem Moment nicht erfüllt wurde. ]]>
<![CDATA[manchmal ist weniger mer- auch bei den Aktivitäten]]>Thu, 30 Nov 2023 15:33:45 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/manchmal-ist-weniger-mer-auch-bei-den-aktivitatenWeniger ist mehr, auch was die Aktivitäten betreffen kann. Und das nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Aber gerade dann gibt es so viele Weihnachtsmärkte, die besucht werden könnten. Es gibt Advents- und Weihnachtsfeiern und dann war da ja noch was mit Geschenke basteln, besorgen, einpacken.
Nicht nur für viele (hochsensible) Erwachsene kann besonders die Vorweihnachtszeit zu einem gefühlten Marathon der Termine werden, sondern auch für Kinder.
Bei den vielen Terminen, die anstehen können, gilt es also im Vorfeld gut auszuwählen. Müssen es alle fünf Weihnachtsmärkte sein, die der Familie in den letzten Jahren gut gefallen haben, oder reicht vielleicht der Besuch auf einem Markt mit seinen vielen Reizen.
Auch viele Familientreffen stehen vor und an den Weihnachtstagen an und da kann es im Vorfeld hilfreich sein, gut zu planen. Wie können die Treffen gestaltet werden, dass die vermutlich eh schon überdrehten Kinder nicht noch zappeliger werden? Momente der Ruhe, ein kleiner Spaziergang oder eine ruhige Ecke abseits des Familientrubels kann allen Kindern, aber besonders Kinder mit einer feinen Sinneswahrnehmung, helfen, um wieder durchzuatmen und etwas zur Ruhe zu kommen.
]]>
<![CDATA[WArum weniger oft mehr ist: Die Weihnachtszeit]]>Tue, 28 Nov 2023 09:49:21 GMThttp://nina-schmidt.de/blog/warum-weniger-oft-mehr-ist-die-weihnachtszeitZugegeben, ich mag die Vorweihnachtszeit. Ich liebe es, wenn ich abends unterwegs bin und so viele Häuser hell beleuchtet und dekoriert sind . Bei mir zu Hause ist das anders. Ja, ich habe Weihnachtsdeko, aber die ist überschaubar. Meine hochsensiblen Nerven freuen sich, wenn sie zu Hause zu Ruhe kommen. Wenn da keine große Mengen an neuen und intensiven Reizen auf sie wartet. Ich gebe zu, dass ich es sehr gerne mag, wenn alles seine Ordnung hat und die bekannten Dekostücke, die mich das ganze Jahr erfreuen nur durch einzelne Figuren ergänzt werden. 
Ähnlich geht es vielen hochsensiblen Kindern, aber auch anderen neurodiversiven Kindern (z.B. Kinder mit ADHS oder im Autismus Spektrum): Sie freuen sich, wenn sie zu Hause einen Ort haben, an denen es zwar Weihnachtsdekoration gibt, die aber nicht zu intensiv ist. Zu Hause dürfen die Sinne zu Ruhe kommen, die durch die Weihnachtsdeko in Kita oder Schule oder der Innenstadt arg gefordert werden.
In diesem Fall ist weniger einfach mehr und weniger in der Anzahl heißt nicht, dass es weniger schön sein muss.
]]>