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" gibt es überhaupt noch "normale" Kinder?"- Die Frage der Woche

9/2/2026

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Letzte Woche fiel der Satz mal wieder. Ich weiß nicht, wie oft ich ihn schon im Laufe der Jahre und vor allem in den letzten 2 Jahren, seitdem ich Vorträge zum Thema Neurodivergenz halte, gehört habe.
Der Satz: " Gibt es eigentlich noch "normale" Kinder?"
Ich beantworte diese Frage immer mit einer Gegenfrage: "Was verstehen sie unter "normal"?"
Die Antworten fallen oft gleich aus: Kinder, die "nichts" haben, die einfach "so mitlaufen", die keine Diagnosen als Entschuldigung haben (ja, auch diese Antwort gibt es...).
"Normal" ist das, was derjenige als "normal" empfindet, der diese Frage stellt. 
Es ist Fakt, dass es heute viele Kinder gibt, die durch ihr Verhalten auffallen, weil es von dem Verhalten abweicht, was die Gesellschaft von ihnen erwartet.  Als " normal" gilt oft ein Verhalten, dass früher gerne gesehen war. Brav am Tisch sitzen bleiben, nicht zappeln, im Unterricht gut mitarbeiten und vor allem nicht auffallen durch Wut, Angst oder weinen. "Nur die Harten kommen in den Garten", ist ein Satz, den ich in meiner Kindheit oft gehört habe. Platz für eine besondere Sensibilität oder eine besondere Form der Wahrnehmung? Fehlanzeige! Viele der heutigen Eltern sind aufgewachsen mit einer Form der großen Anpassung. Sie haben maskiert, um nicht aufzufallen, um "normal" in der Gesellschaft auftreten zu können. Viele von ihnen haben einen hohen Preis gezahlt und sind später in ein Burn Out oder in Depressionen geschlittert.
Die Kinder heute zeigen, dass der Weg der Anpassung kein gesunder ist. Sie spiegeln ihren Eltern, was diese als Kind gebraucht hätten, um ohne enorme Kraftanstrengung und maskieren aufwachsen zu können. 
Um die Frage zu beantworten: "Ja, es gibt heute weniger "normale" Kinder!"
Und das ist gut so, denn diese Kinder zeigen und lehren uns, dass die Zeit der Anpassung und des Maskierens vorbei ist. Sie zeigen auf, dass noch viele Eltern unverarbeitete Entwicklungstraumata in sich tragen, die Auswirkungen auf ihr Nervensystem haben und dies wiederum Auswirkungen auf das Nervensystem der Kinder.
Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum es heute mehr Kinder gibt, die durch ein "herausforderndes " Verhalten auffallen. Aber statt uns zu fragen, warum die Anzahl steigt, sollten wir uns fragen, was es braucht! Was braucht es, damit die Gesellschaft  toleranter wird und nicht mehr schaut, was "normal" ist und was "abweicht". Kinder leben es uns oft vor, für sie ist die Art und Weise, wie sie die Welt erleben und wie sie darauf reagieren "normal". Sie kategorisieren nicht. Sie sind einfach.
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    Hallo, ich bin Nina und ich schreibe in diesem Blog zu den Thema Trauma, dysfunktionalen Familiensystemen, Traumaprävention.

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